Autor: Petru Leuthold, INFLZR Magazin

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Manchmal wird die Erwartungshaltung bereits an der Haustür geformt. Als ich das Paket mit dem Rezensionsexemplar Zone Vibe 100 von Logitech zum ersten Mal in der Hand hielt, war mein erster Impuls, den Karton zu schütteln. „Sind die Kopfhörer überhaupt drin?“, fragte ich mich. Er fühlte sich leer an. Es folgte eine zweiwöchige Reise, in dem ich das Headset durch meinen Alltag zwischen Home-Office, Coworking Space und privaten Hörsessions testete.

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Logitech Zone Vibe 100 in aller Kürze:

Konzept: Ultraleichtes, nachhaltiges Bluetooth-Headset für Office und Freizeit.

Tragekomfort: Federleicht aufgrund geringem Gewicht und weiche Stoffbezüge.

Tonqualität: Exzellent für Sprache und Podcasts, mittelmäßig bei Musik da etwas flach.

Mikrofon: Praktischer Klapp-Mechanismus, gute Verständlichkeit, aber Umgebungsgeräusche bleiben hörbar trotz ANC.

Reichweite: Phänomenale 50 Meter stabile Verbindung im Test in einem Raum ohne Wände dazwischen - mehr als die Herstellerangabe

Design: Wenn Stoff auf Technik trifft

Nach dem Auspacken bestätigte sich der erste Eindruck: Das Zone Vibe 100 ist ein Federgewicht. Logitech bricht hier mit der harten Plastik-Ästhetik klassischer Büro-Headsets und hüllt sowohl den Kopfbügel als auch die Ohrmuscheln in einen weichen Stoffbezug. Das fühlt sich nicht nur gut an, sondern sieht auch im Videocall überraschend modern aus. Während das Headset in der Hand fast zierlich wirkt, entfaltet es auf dem Kopf eine gewisse Präsenz – es wirkt wuchtig, ohne dabei jedoch schwerfällig zu sein.

Ein Detail, das mir besonders gefiel, war der bewusste Umgang mit Materialien. In einer Branche, die in Vergangenheit nicht selten auf Wegwerf-Mentalität gesetzt hat, geht Logitech einen anderen Weg. Der Einsatz von recyceltem Kunststoff, das Logitech „Next Life Plastics“ nennt, und die transparente Angabe des CO2-Fußabdrucks von 8,45 kg CO2e auf der Verpackung zeigen, dass Design und Gewissen hier Hand in Hand gehen.

Lieferumfang und Zubehör: Ein Herz für Langlebigkeit

Der Lieferumfang des Zone Vibe 100 ist, passend zum ökologischen Fußabdruck, minimalistisch gehalten: Neben dem Headset findet sich ein USB-C-Ladekabel sowie ein einfacher Stoffbeutel für den Transport. Ein Detail ist mir aber besonders ins Auge gestochen: Die Ohrmuscheln aus Stoff lassen sich austauschen. In meinem Test konnte ich sie mit wenigen Handgriffen sehr einfach abnehmen und wieder anbringen. Das ist ein Pluspunkt für die Hygiene und Langlebigkeit, da man nicht das gesamte Headset entsorgen muss, nur weil der Stoffbezug nach intensivem Gebrauch abgenutzt oder verschmutzt ist. Ersatz-Ohrpolster gibt es direkt im Logitech Onlineshop, für nicht ganz günstige 27 Euro, die sich im Sinne der Nachhaltigkeit aber dennoch lohnen können.

Der „Piloten-Modus“ im Praxistest

Die tägliche Arbeit mit dem Headset fühlt sich intuitiv an. Besonders der Mikrofonarm hat es mir angetan. Er lässt sich fast komplett in den linken Hörer einklappen. Das ist schön gelöst und schick noch dazu. Braucht man ihn, klappt man ihn herunter und fühlt sich sofort ein wenig wie ein Pilot im Cockpit. Das Beste daran: Die Funktion steuert die Technik. Klappe runter, Mikro an. Klappe hoch, stumm. Wenn man schnell zwischen Zuhören und Sprechen wechseln muss, ist das ein schöner Vorteil gegenüber dem Suchen nach einem Mute-Button.

Die Verbindung erwies sich dabei als fast schon unheimlich stabil. Während eines Tests im Coworking Space verließ ich meinen Schreibtisch am MacBook Pro und wanderte durch einen langen Flur bis zur Küche. Über Google Earth habe ich später die Distanz nachgemessen, da das Bürogebäude sehr lang ist: Es waren knapp 50 Meter. Erst als ich direkt vor der Mikrowelle stand, fing das Signal an zu bröckeln. Für ein Bluetooth-Gerät ist das eine Leistung, die weit über das hinausgeht, was man im normalen Büroalltag erwartet. Logitech gibt selbst die Verbindungsdistanz übrigens mit 30 Metern an.

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Physische Kontrolle: Das intuitive Bedienkonzept

Logitech verzichtet beim Zone Vibe 100 konsequent auf fehleranfällige Touch-Gesten und setzt stattdessen auf ein klassisches, haptisches Bedienkonzept. An der Rückseite der Ohrmuscheln befinden sich physische Tasten, die auch blind gut zu erfühlen sind. Auf der linken Seite konzentriert sich die Kommunikation: Hier sitzen die Taste zum Annehmen und Beenden von Gesprächen, die Lautstärkewippe sowie der Einschaltschalter, der zugleich zur Aktivierung des Verbindungsmodus dient. Die rechte Seite ist hingegen der Mediensteuerung vorbehalten; eine zentrale Play/Pause-Taste erlaubt das schnelle Pausieren von Musik oder Podcasts. In Kombination mit dem mechanischen Mikrofonarm, der beim Hochklappen ein deutliches Feedback gibt, entsteht eine sehr direkte Kontrolle über das Gerät. Man muss nicht erst auf das Display schauen oder in einer App suchen, um die wichtigsten Funktionen auszuführen, was den Workflow im hektischen Alltag spürbar beruhigt.

Das Kontrollzentrum: Die Logi Tune App

Obwohl das Headset per Plug-and-Play sofort einsatzbereit ist, lohnt sich ein Blick in die „Logi Tune“ App. Logitech bewirbt sie als Kontrollzentrum für das gesamte Ökosystem – von Headsets über Mäuse bis hin zu Webcams und Streaming-Beleuchtung. Im Test zeigte sie sich als nützliches Werkzeug, auch wenn ich ein paar Anläufe brauchte, bis mein Mac die Kopfhörer erkannte; ein Neustart des Systems war hier schließlich die Lösung.

Einmal verbunden, bietet die App einige wenige aber nützliche Einstellungen. Neben dem Equalizer mit seinen vier Standardprofilen und der Möglichkeit, eigene Bass- und Höhen-Präferenzen zu sichern, lässt sich hier auch der Sidetone-Pegel regeln. Diese Funktion ist wichtig, um die eigene Stimme während des Telefonats mehr oder weniger dezent im Hörer wahrzunehmen, was den „Tunnel-Effekt“ verhindert. Darüber hinaus lässt sich die Lautstärke des Mikrofons feinjustieren und man kann festlegen, nach welcher Zeit der Inaktivität das Headset in den Schlafmodus wechselt – zur Wahl stehen Intervalle von fünf Minuten bis hin zu vier Stunden oder die Option, das automatische Ausschalten komplett zu deaktivieren.

Klangwelten: Fokus auf das Wesentliche

Beim Sound zeigt das Zone Vibe 100 ein gespaltenes Gesicht. Wenn es um Sprache geht – sei es in Zoom-Calls oder beim Hören von Podcasts –, ist die Qualität fantastisch. Man merkt, dass die Ingenieure hier den Fokus auf die Arbeit gelegt haben: Stimmen klingen klar, deutlich und absolut unverzerrt. Musik hingegen klingt eher funktional und mittelmäßig. Es fehlt der letzte Punch, und die maximale Lautstärke ist recht konservativ abgeriegelt – man muss zwar keine Angst um sein Trommelfell haben, aber ein echtes Klangerlebnis sieht anders aus. Zudem fehlt den Kopfhörern selbst ein Active Noise Cancelling (ANC). Die Stoffpolster dämpfen zwar dezent, aber man bleibt Teil der Umgebung. Wenn Kollegen im Büro lautstark diskutieren, bekommt man das ungefiltert mit. An dieser Stelle habe mich gefragt ob das ein gewolltes Feature ist oder man es hätte nicht besser lösen können.

Das Mikrofon: Klarheit mit Nebenwirkungen

Das Mikrofon ist für mich ein wichtiger Aspekt. Mein Gegenüber soll mich gut und deutlich hören können. Logitech setzt hier auf ein integriertes Noise Cancelling, um die Stimme des Creators präsenter zu machen. Das Ergebnis ist eine stets gute Verständlichkeit, wie mir meine Gesprächspartner in allen Calls ob über Teams oder am Smartphone bestätigten. Allerdings gab es auch Kritik: Hin und wieder wirkte der Ton etwas blechern, die Höhen zu präsent oder meine Stimme klang für den Gegenüber künstlich weit entfernt. Ein echtes Manko zeigt sich bei der Filterung der Umgebung: Das Noise Cancelling des Mikrofons schafft es zwar, mich stets im Vordergrund zu halten, blendet laute Kollegen im Hintergrund aber kaum aus. In einem Testtelefonat konnten meine Gesprächspartner das Gespräch im Raum fast wortgenau mitverfolgen – hier hatte ich mir von der beworbenen Technik etwas mehr Abschirmung erhofft.

Ein kleiner Haken bei der Konnektivität

Besonders hervorzuheben ist, dass sich das Headset mit mehreren Geräten gleichzeitig verbinden lässt und ein manuelles Hin- und Herschalten zwischen den Quellen entfällt – im stressigen Multitasking-Alltag ein echter Pluspunkt. Die Kopplung erfolgt dabei via Bluetooth 5.2 vollkommen ohne App-Zwang und funktionierte in meinem Test reibungslos mit einem MacBook Pro, einem Windows-Laptop und einem Android-Smartphone. Logitech gibt an, dass die Zone Vibe 100 auch mit iPhones kompatibel sind. Doch im Detail lauern Tücken. War das Gerät mit dem Mac und dem Smartphone simultan verbunden, kam es zu Konflikten, sobald auf beiden Systemen Apps wie Spotify gleichzeitig geöffnet waren. Eine bloße Benachrichtigung auf dem Mac reichte zudem aus, um die Musikwiedergabe auf dem Handy zu stoppen, die sich danach nicht immer nahtlos fortsetzen ließ.

Wer das Headset für das Streaming oder Online-Sessions mit Freunden nutzen möchte, sollte die Zielplattform genau prüfen. An der Nintendo Switch 2 klappte die Verbindung im Test tadellos und der Ton lieferte eine gute Performance ab. An der PlayStation 5 hingegen scheiterte der Versuch; die Sony-Konsole erweist sich jedoch generell als sehr wählerisch, was die Anbindung von Bluetooth-Headsets von Drittanbietern angeht. Mangels Hardware konnte ich leider keinen Test an einer Xbox durchführen.

Fazit: Ein treuer Begleiter mit grünem Daumen

Das Logitech Zone Vibe 100 ist ein Statement für Leichtigkeit und Nachhaltigkeit im Büro. Es ist vielleicht nicht das beste Headset für Audioverliebte oder Gamer, aber als tägliches Werkzeug für Creator und Office-Worker überzeugt es als Gesamtkonzept trotz kleinerer Macken. Die Akkulaufzeit von 18 bis 20 Stunden passt perfekt in den Alltag und lässt einen das Ladekabel getrost vergessen.

Der Preis ist dabei ein gewichtiges Argument. Während die UVP bei 119 Euro liegt, findet man das Headset online oft deutlich günstiger – beispielsweise auf Amazon für 74,90 Euro zum Zeitpunkt des Tests. Zu diesem Kurs bekommt man ein kabelloses, ultraleichtes und nachhaltiges Headset, das den Arbeitsalltag erleichtert.

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